Carcassonne

Carcassonne wurde in der gallo-römischen Epoche auf einem Hügel am Fluss Aude als Colonia Julia Carcasso gegründet. Dieser Platz war von strategischer Bedeutung. Von hier aus war es möglich, die Straße zwischen Toulouse und dem Mittelmeer zu überwachen. Dies erklärt die besonders starken Befestigungen, die die Stadt seit ihrer Gründung beschützen sollten. Diese Befestigungen wurden im Mittelalter weiter verstärkt. Die während der Katharer-Verfolgung von den Kreuzfahrern belagerte Stadt kapitulierte nur wegen Wassermangels. Die Zerstörung der Befestigungsanlage wurde der Stadt erspart, da der Leiter des Kreuzzuges Simon de Montfort Carcassone als seinen Sitz wählte. Nach seinem Tod bei Toulouse übergab sein Sohn Amaury Carcassone an den französischen König Ludwig VIII. Dieser und sein Nachfolger Ludwig IX. verstärkten die Befestigungsanlagen um der dort untergebrachten Garnison genügend Schutz zu bieten. Die Bewohner sollten die Stadt verlassen. Sie gründeten in der Nähe eine neue Siedlung - die Unterstadt (la Ville Basse). Dieser neue Stadtteil entwickelte sich im Gegensatz zur Festung (la Cité) sehr schnell. Nachdem Languedoc endgültig an Frankreich fiel, verlor Carcassonne seine strategische Bedeutung und die Burg wurde verlassen.Erst im 19. Jh. machte der Schriftsteller und damalige Inspektor für Denkmalschutz Prosper Mérimée die Öffentlichkeit auf den historischen Wert von Carcassonne aufmerksam. Der Auftrag über die Restaurierung der Festung ging an einen der besten französischen Spezialisten Viollet-le-Duc. Wie immer ein bisschen eigenwillig, aber treu dem Geist des Mittelalters, restaurierte der französische Architekt nicht nur die doppelte Außenbefestigung und das Chateau Comtal, sondern auch die Basilika St-Nazaire und mehrere Häuser in der Cité.

Die Burg von Carcassonne zählt laut UNESCO zu den bedeutendsten Kulturdenkmäler der Welt und gehört zu den meistbesuchten Städten Frankreichs.

 

Einen Rundblick erhält man unter dem folgenden Link:

Vue sur la cour d’honneur